Auf dem Weg zum Bäcker bares Geld sparen
„Echte Sparbrötchen gibt´s nur zu Fuß oder mit dem Rad“ können die Kundinnen und Kunden vieler Karlsruher Bäckereien seit kurzem auf ihrer Brötchentüte lesen. Das heißt nun nicht, dass die Brötchen kleiner sind, wenn man zu Fuß oder mit dem Rad in der Bäckerei einkauft. Der Hinweis gilt dem Fakt, dass Rad fahren oder zu Fuß gehen bares Geld spart. „Auf kurzen Strecken, etwa zum Bäcker, verbraucht das Auto unverhältnismäßig viel Sprit“, erklärt Karl-Heinz Jooß, Obermeister der Bäckerinnung Karlsruhe und Karlsruher Stadtrat. „Und bei dem meist geringen Einkaufswert in einer Bäckerei schlägt der Spritpreis richtig zu Buche.“ Die Aktion „Brötchentüte“ ist Bestandteil der Radförderkampagne „Kopf an: Motor aus.“, die Karlsruhe letztes Jahr beim Wettbewerb des Bundesumweltministeriums mit seinem Radförderkonzept gewonnen hat.
Ziel ist es, möglichst viele Kfz-Fahrten und den damit verbundenen CO2-Ausstoß zu vermeiden und so die Umwelt zu schützen. Der Spareffekt für jeden Einzelnen kommt noch hinzu. „In Karlsruhe begünstigt die Topografie sowieso das Radfahren“, liefert Jooß weitere Argumente für die „Auto-Pause“. Tatsächlich wird noch immer der größte Teil der Wege mit einer Entfernung von weniger als fünf Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, obwohl auf dieser Distanz das Fahrrad in der Stadt unschlagbar schnell ist. Jürgen Scharr, der diese Tage seine Brötchen in einer Kampagnen-Tüte nach Hause nahm, muss nicht mehr überzeugt werden. Er fahre immer mit dem Rad, denn „das macht mehr Sinn, ich muss keinen Parkplatz suchen und bin schneller am Ziel.“ Auch Tino Klinnert hat den Aufdruck auf der Brötchentüte „nicht mehr nötig“, denn „die Bäckerei ist gleich um die Ecke, da steig ich doch nicht ins Auto. Man kann viele Autofahrten vermeiden, weil das Fahrrad oft die bessere Alternative ist.“

Quelle: PIA/ef
