Kennen Sie den Fingerhut?
Viele, die diesen kleinen Laden betreten, fühlen sich zurückversetzt in Ihre Kindheit. Sie entdecken Spielsachen von früher und Dinge, die Neugier und Phantasie anregen. Physikalische Gesetzmäßigkeiten bringen hier die Menschen zum Staunen. Alltägliche Phänomene werden hinterfragt und sichtbar gemacht. Die Spielsachen dürfen angefasst und auch gleich ausprobiert werden.
Schon seit 1975 gibt es das kleine Spielzeuggeschäft "Fingerhut". Der Architekt Michael Fühler war auf der Suche nach einer Nähmaschine, die ihm dabei helfen sollte, einen Lederschulranzen für seinen Sohn herzustellen. Er erfuhr von der Schuhmacherwerkstatt in der Scheffelstraße 16. Beim Besuch wurde klar, dass die Schuhmacherwerkstatt bald geschlossen werden sollte. Ohne langes Zögern übernahmen Michael und seine Frau Rosemarie Fühler die Schuhmacherwerkstatt mit samt Nähmaschine und sonstigem Inventar. Der Schulranzen wurde genäht, der Laden nach und nach mit handwerklich hergestellten Gegenständen und pfiffigem Spielzeug bestückt.
Ganz aktuell wird im Fingerhut derzeit das Thema "Reize" behandelt. Beispielsweise spürt man die Reize des Kopfkraulers bis in die Fußspitzen. Ein ganz neues Fingerspitzengefühl entsteht durch den Fingermassagering. Mit dem Bauernfänger aus Naturmaterial kann man jeden Bauer und auch jedes Mädchen abführen. Das geschieht so: Der Bauernfänger wird auf den Finger der beliebigen Person gestülpt, die aufgrund der raffinierten Flechttechnik nicht mehr entkommen kann. Die Greiflinge aus schönem heimischem Holz hat Hugo Kükelhaus entworfen und auf alle Sinne hin entwickelt: Sehen, Riechen, Hören, Fühlen. So kommt schon der kleine Säugling mit allen Sinnen in Berührung.
Zeug zum Spielen - Physik zum Tüfteln - Sachen zum Schenken - Das ist der "Fingerhut".
Das Nadelöhr zum Fingerhut sind die Öffnungszeiten: Mo-Fr 16:30-18:30 Uhr, Sa 10:00 14:00 Uhr

Quelle: jeri




